Vom digitalen Kreuzzug zur Gewalt auf der Straße: Die Anti-Antifa der "Neuen Rechten" 02. Apr 18, 15:23


Lange Zeit hielt es sich als hartknäckiges Gerücht: Die "Neuen Rechten" würden eigentlich gar keine Anti-Antifa-Arbeit betreiben. Doch der Eindruck täuschte bitter. Die Erfahrungen der letzten Monate zeigen: Sie veröffentlichen Daten, Bilder und teilweise sogar private Adressen von Menschen, die in ihren Augen irgendwie als "links" erscheinen. Das Ziel: Den Menschen schwer schaden. Seit es durch Mobilisierung des digitalen Mobs oder gar durch ganz reale physische Gewalt.

„Anti-Antifa Arbeit“ wird in Österreich & Deutschland längst nicht mehr „nur“ von Neonazis gemacht. Mit „unzensuriert“, „Info-Direkt“ und dem deutschen Portal „EinProzent“ beteiligen sich seit Jahren Organisationen daran, deren Reichweite bis in die derzeitige Regierung in Österreich reicht und deren Postings auch von AfD-Poltikern immer wieder geteilt & veröffentlicht werden.

Hinzukommt eine Polizei, die kaum Interesse an der strafrechtlichen Verfolgung solcher Attacken hat und häufig Anwält*Innen, die bezahlt von den Rechten jegliche Versuche der Gegenwehr in Grund und Boden klagen. Vom Opferschutz an dieser Stelle ganz zu schweigen.

Gemeinsam wollen wir uns anschauen, was für Organisationen und Akteur*Innen in Österreich & Deutschland „Anti-Antifa-Arbeit“ betreiben. Welche Gesetzeslücken nutzen sie? Was sind ihre Strategien und wie erfolgt die transnationale Kooperation? Und was können wir dagegen machen? Wie können wir uns und andere schützen?

Vortrag vom Kollektiv VONNICHTSGEWUSST
Am 22.04 um 19 Uhr in der K9 (Kinzigstraße 9, 10247 Berlin)

Mitschnitt des Anarchist Radio Berlin